Targetvergiftung beim Sputtern, insbesondere beim Magnetronsputtern, ist ein Phänomen, bei dem die Abscheidungsrate der Dünnschicht aufgrund der Absorption oder Nitrierung reaktiver Gase (wie Stickstoff) auf der Targetoberfläche abnimmt.Dies geschieht, wenn der Partialdruck reaktiver Gase ansteigt, was zur Bildung von Verbindungen auf der Targetoberfläche führt, was die Sputtereffizienz verringert.Infolgedessen werden weniger Target-Atome ausgestoßen, und die Wachstumsrate der Dünnschicht auf dem Substrat sinkt.Dieses Problem tritt vor allem bei reaktiven Sputterverfahren auf, bei denen absichtlich reaktive Gase eingeleitet werden, um Verbundschichten zu bilden.Um die Vergiftung des Targets abzumildern, werden häufig Modifikationen wie die Erhöhung der Ionisierungsrate oder die Optimierung des Gasflusses vorgenommen.
Die wichtigsten Punkte werden erklärt:

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Definition der Target-Vergiftung:
- Unter Targetvergiftung versteht man die Verringerung der Abscheidungsrate dünner Schichten während des Sputterns aufgrund der Absorption oder chemischen Reaktion reaktiver Gase (z. B. Stickstoff) auf der Targetoberfläche.
- Dieses Phänomen wird am häufigsten bei reaktiven Sputterverfahren beobachtet, bei denen reaktive Gase zur Bildung von Verbundschichten wie Nitriden oder Oxiden verwendet werden.
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Mechanismus der Target-Vergiftung:
- Wenn der Partialdruck eines reaktiven Gases (z. B. Stickstoff) ansteigt, werden die Gasmoleküle von der Oberfläche des Targets absorbiert.
- Diese Absorption führt zur Bildung einer Verbindungsschicht (z. B. Nitride) auf der Oberfläche des Targets.
- Durch die Verbindungsschicht verringert sich die Anzahl der freien Targetatome, die für das Sputtern zur Verfügung stehen, da das Targetmaterial weniger leitfähig oder weniger reaktiv wird.
- Infolgedessen werden weniger Target-Atome ausgestoßen, und die Abscheidungsrate auf dem Substrat sinkt.
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Auswirkungen auf den Sputtering-Prozess:
- Reduzierte Ablagerungsrate:Die Hauptfolge der Targetvergiftung ist eine erhebliche Verringerung der Wachstumsrate der Dünnschicht auf dem Substrat.
- Erhöhte Reaktivgasverfügbarkeit:Wenn die Oberfläche des Ziels vergiftet wird, steht mehr reaktives Gas zur Verfügung, um das Ziel weiter zu vergiften, wodurch eine Rückkopplungsschleife entsteht, die das Problem verschlimmert.
- Änderungen der Filmzusammensetzung:Die chemische Zusammensetzung der abgeschiedenen Schicht kann sich ebenfalls ändern, da die Oberfläche des Targets weniger effektiv das gewünschte Material liefert.
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Betroffene Arten des Sputterns:
- Die Targetvergiftung ist besonders wichtig bei reaktiven Zerstäubung bei dem reaktive Gase eingeführt werden, um zusammengesetzte Schichten zu bilden.
- Sie kann auch auftreten bei Magnetron-Sputtern insbesondere wenn Stickstoff oder Sauerstoff als reaktives Gas verwendet wird.
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Strategien zur Risikominderung:
- Steigende Ionisierung:Durch Erhöhung der Ionisierung des reaktiven Gases kann die Effizienz des Sputterprozesses verbessert werden, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Vergiftung des Targets verringert wird.
- Optimierung des Gasflusses:Die Steuerung der Durchflussmenge und des Partialdrucks des reaktiven Gases kann dazu beitragen, ein Gleichgewicht zwischen Filmbildung und Vergiftung des Targets aufrechtzuerhalten.
- Gepulstes Sputtern:Techniken wie das gepulste DC-Sputtern können dazu beitragen, die Vergiftung des Targets durch regelmäßige Reinigung der Targetoberfläche zu verringern.
- Target-Rotation:Bei einigen Systemen kann das Drehen des Zielobjekts dazu beitragen, das reaktive Gas gleichmäßiger zu verteilen und so lokale Vergiftungen zu verringern.
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Relevanz für Käufer von Geräten und Verbrauchsmaterialien:
- Für Käufer von Sputteranlagen und Verbrauchsmaterialien ist das Verständnis der Targetvergiftung entscheidend für die Auswahl des richtigen Systems und der richtigen Materialien.
- Systeme mit fortschrittlichen Ionisierungs- und Gasflusssteuerungsfunktionen können die Targetvergiftung wirksamer abmildern.
- Verbrauchsmaterialien wie Targets sollten nach ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Vergiftungen ausgewählt werden, insbesondere für reaktive Sputteranwendungen.
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Vergleich mit anderen Sputtering-Techniken:
- Unter DC-Dioden-Sputtern Da in der Regel keine reaktiven Gase verwendet werden, ist eine Vergiftung des Targets weniger häufig.
- RF-Sputtern kann resistenter gegen Targetvergiftung sein, da das Wechselfeld die Reinigung der Targetoberfläche unterstützt.
- HiPIMS (Hochleistungs-Impuls-Magnetron-Sputtern) ist eine weitere Technik, die die Vergiftung des Ziels reduzieren kann, indem sie hochenergetische Impulse liefert, die die Ionisierung und Reinigung des Ziels verbessern.
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Schlussfolgerung:
- Die Targetvergiftung ist eine große Herausforderung beim Reaktiv- und Magnetronsputtern, die zu verringerten Abscheideraten und Veränderungen in der Schichtzusammensetzung führt.
- Durch das Verständnis der Mechanismen und die Umsetzung von Abhilfestrategien können die Käufer von Anlagen und Verbrauchsmaterialien ihre Sputterprozesse optimieren, um eine bessere Leistung und Schichtqualität zu erzielen.
Zusammenfassende Tabelle:
Aspekt | Einzelheiten |
---|---|
Definition | Verminderte Ablagerungsrate aufgrund der Absorption reaktiver Gase auf dem Ziel. |
Mechanismus | Reaktive Gase bilden Verbindungen auf dem Target, die die Sputtereffizienz verringern. |
Auswirkungen | Verringerte Abscheidungsrate, Änderungen in der Filmzusammensetzung. |
Betroffene Techniken | Reaktives Sputtern, Magnetronsputtern. |
Strategien zur Schadensbegrenzung | Erhöhung der Ionisierung, Optimierung des Gasflusses, gepulstes Sputtern, Targetrotation. |
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