Das Verdampfen des Lösungsmittels DMSO (Dimethylsulfoxid) erfordert aufgrund seines hohen Siedepunkts (189 °C) und seiner starken Lösungsmitteleigenschaften sorgfältige Überlegungen.Die gängigste und effektivste Methode ist die Rotationsverdampfung (Rotovap), bei der Wärme und Vakuum kombiniert werden, um den Siedepunkt zu senken und die Verdampfung zu erleichtern.Nach der Rotationsverdampfung kann das Material in einem Lösungsmittel mit niedrigem Siedepunkt wie Dichlormethan (DCM) wieder aufgelöst und in einem Nichtlösungsmittel wie Hexan oder Diethylether ausgefällt werden.Je nach Art und Volumen der Probe können auch andere Verfahren wie Stickstoffverdampfung oder Vakuum-Wirbelverdampfung eingesetzt werden.Im Folgenden werden die wichtigsten Punkte der DMSO-Eindampfung im Detail erläutert.
Die wichtigsten Punkte erklärt:

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Rotationsverdampfung (Rotovap):
- Grundsatz:Bei der Rotationsverdampfung wird der Siedepunkt von DMSO durch eine Kombination aus Wärme (in der Regel um 50 °C) und Vakuum herabgesetzt, so dass es bei niedrigeren Temperaturen verdampft werden kann.
- Verfahren:Das Lösungsmittel wird in einen rotierenden Kolben gegeben, wodurch sich die Oberfläche für die Verdampfung vergrößert.Durch das Vakuum wird der Druck verringert, und die Wärme liefert die für die Verdampfung erforderliche Energie.
- Vorteile:Effizient für große Volumina, reduziert den thermischen Abbau empfindlicher Verbindungen und wird häufig in Labors eingesetzt.
- Schritt nach der Verdampfung:Nach der Rotationsverdampfung wird das Material häufig in einem Lösungsmittel mit niedrigem Siedepunkt wie Dichlormethan (DCM) erneut aufgelöst und dann in einem Nichtlösungsmittel wie Hexan oder Diethylether ausgefällt, um die gewünschte Verbindung zu isolieren.
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Alternative Verdampfungstechniken:
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Stickstoffverdampfung:
- Grundsatz:Mit Hilfe eines Stickstoffgasstroms wird die Oberfläche des Lösungsmittels sanft überblasen, wodurch die Verdampfungsgeschwindigkeit erhöht wird.
- Vorteile:Geeignet für kleine Mengen und hitzeempfindliche Verbindungen.
- Beschränkungen:Langsamer als Rotovap und weniger effizient bei großen Mengen.
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Zentrifugalverdampfung:
- Grundsatz:Kombiniert Zentrifugalkraft mit Vakuum und milder Hitze, um Lösungsmittel zu verdampfen.
- Vorteile:Ideal für Anwendungen mit hohem Durchsatz und kleinen Volumina.
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Vakuum-Vortex-Verdampfung:
- Grundsatz:Vakuum und Wirbelmischung zur Verbesserung der Lösungsmittelverdampfung.
- Vorteile:Wirksam für Proben, die bewegt werden müssen und einen reduzierten Druck erfordern.
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Stickstoffverdampfung:
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Die Bedeutung von Vakuum und Wärme:
- Vakuum:Senkt den Siedepunkt von DMSO, so dass es bei niedrigeren Temperaturen leichter verdampfen kann.
- Wärme:Stellt die für die Verdampfung benötigte Energie zur Verfügung, muss aber sorgfältig kontrolliert werden, um eine thermische Zersetzung empfindlicher Verbindungen zu vermeiden.
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Verarbeitung nach der Verdampfung:
- Redissolution:Nach dem Verdampfen wird das Material häufig in einem Lösungsmittel mit niedrigem Siedepunkt wie DCM wieder aufgelöst, um die weitere Verarbeitung zu erleichtern.
- Fällung:Die Lösung wird dann mit einem Nichtlösungsmittel (z. B. Hexan oder Diethylether) versetzt, um die gewünschte Verbindung auszufällen, die durch Filtration oder Zentrifugation gesammelt werden kann.
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Überlegungen zur DMSO-Eindampfung:
- Hoher Siedepunkt:Der hohe Siedepunkt von DMSO erfordert eine sorgfältige Anwendung von Wärme und Vakuum, um eine längere Exposition gegenüber hohen Temperaturen zu vermeiden.
- Lösungsmittel-Kompatibilität:Stellen Sie sicher, dass die für die Wiederauflösung und Ausfällung verwendeten Lösungsmittel mit der Zielverbindung kompatibel sind.
- Sicherheit:DMSO kann in die Haut eindringen und andere Chemikalien mit sich führen. Daher sind eine ordnungsgemäße Handhabung und persönliche Schutzausrüstung (PSA) unerlässlich.
Wenn diese Schritte und Überlegungen befolgt werden, kann DMSO effektiv verdampft werden, während die Risiken für die Probe und den Bediener minimiert werden.Die Wahl der Methode hängt von der Probenmenge, der Empfindlichkeit und der verfügbaren Ausrüstung ab.
Zusammenfassende Tabelle:
Methode | Prinzip | Vorteile | Beschränkungen |
---|---|---|---|
Rotierende Verdampfung | Kombiniert Wärme und Vakuum zur Senkung des Siedepunkts | Effizient für große Volumina, reduziert thermische Degradation | Erfordert spezielle Ausrüstung |
Stickstoff-Verdampfung | Verwendet Stickstoffgas zur Erhöhung der Verdampfungsrate | Geeignet für kleine Mengen und hitzeempfindliche Verbindungen | Langsamer und weniger effizient für große Mengen |
Zentrifugalverdampfung | Kombiniert Zentrifugalkraft, Vakuum und milde Hitze | Ideal für Anwendungen mit hohem Durchsatz und kleinen Mengen | Begrenzt auf bestimmte Geräte |
Vakuum-Wirbel-Verdampfung | Einsatz von Vakuum und Wirbelmischung zur Verbesserung der Verdampfung | Effektiv für Proben, die Bewegung und reduzierten Druck erfordern | Erfordert spezielle Ausrüstung |
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