Zur Vorbereitung von Proben für die Diffusreflexionsmessung besteht das Standardverfahren darin, das Probenpulver in einer nicht absorbierenden Matrix, wie z. B. einem Alkalihalogenid (z. B. KBr), zu verdünnen. Anstatt die reine Substanz direkt zu analysieren, wird die Probe auf eine Konzentration von 0,1 % bis 10 % gemischt und zur Analyse in eine Probenplatte gefüllt.
Die Diffusreflexionsmethode eliminiert den arbeitsintensiven Prozess des Pressens von Pellets. Durch einfaches Mischen der Probe mit einem Verdünnungsmittel wie KBr und Messung gegen einen reinen Verdünnungsmittelhintergrund können Sie schnell hochwertige Infrarotspektren von Pulvern erhalten.
Die Rolle der Verdünnung
Warum reine Proben selten verwendet werden
Die primäre Referenz gibt an, dass Proben nicht direkt gemessen werden sollten. Reine Pulver absorbieren oft zu stark Infrarotstrahlung, was zu verzerrten Spektraldaten führt.
Der ideale Konzentrationsbereich
Um eine Sättigung des Signals zu verhindern, wird die Probe stark verdünnt. Die Zielkonzentration liegt normalerweise zwischen 0,1 % und 10 % nach Gewicht.
Die Verdünnungsmatrix
Ein Alkalihalogenid, am häufigsten Kaliumbromid (KBr), dient als Verdünnungsmittel. Dieses Material ist für Infrarotlicht transparent und stellt sicher, dass es effektiv als neutraler Träger für die Probe wirkt.
Der Messablauf
Schritt 1: Festlegen des Hintergrunds
Bevor die Probe analysiert wird, müssen Sie eine Referenzbasislinie erstellen. Dies geschieht durch Füllen der Probenplatte mit reinem Verdünnungsmittelpulver (z. B. reinem KBr).
Eine Messung dieses reinen Pulvers wird durchgeführt, um den Hintergrund festzulegen. Dies ermöglicht es dem Instrument, atmosphärische Effekte und die optischen Eigenschaften des Verdünnungsmittels vom Endergebnis abzuziehen.
Schritt 2: Vorbereiten der Mischung
Das Probenpulver wird gründlich mit dem KBr-Pulver gemischt, um das gewünschte Verhältnis von 0,1 % bis 10 % zu erreichen. Eine gleichmäßige Verteilung ist für ein repräsentatives Spektrum unerlässlich.
Schritt 3: Spektrale Erfassung
Die Proben-Verdünnungsmittel-Mischung wird in die Probenplatte gefüllt. Anschließend wird das Infrarotspektrum gemessen. Da der Hintergrund bereits festgelegt wurde, repräsentieren die resultierenden Daten nur die Schwingungseigenschaften der Probe.
Kritische Überlegungen zur Genauigkeit
Hohen Druck vermeiden
Im Gegensatz zu Transmissionsmethoden, bei denen das Pulver zu einer klaren, glasähnlichen Scheibe (Pellet) gepresst werden muss, erfordert die Diffusreflexion nur lockeres oder mäßiges Packen.
Oberflächenkonsistenz
Obwohl hoher Druck vermieden wird, sollte die Oberfläche des gepackten Pulvers in der Schale relativ flach und eben sein, um eine konsistente Lichtstreuung zu gewährleisten.
Die richtige Wahl für Ihr Ziel treffen
Um die genauesten Diffusreflexionsdaten zu erhalten, beachten Sie bei Ihrer Präparationstechnik Folgendes:
- Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf der Effizienz des Arbeitsablaufs liegt: Nutzen Sie diese Methode, um den Zeit- und Geräteaufwand für das hydraulische Pressen von Pellets zu vermeiden.
- Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf der spektralen Linearität liegt: Halten Sie sich strikt an das untere Ende des Konzentrationsbereichs von 0,1 %–10 %, um durch Überabsorption verursachte Spitzenverzerrungen zu vermeiden.
Die richtige Verdünnung der Probe in der Matrix ist der entscheidende Faktor für den Erfolg der Diffusreflexionstechnik.
Zusammenfassungstabelle:
| Merkmal | Anforderung / Spezifikation |
|---|---|
| Verdünnungsmatrix | Alkalihalogenid (üblicherweise KBr) |
| Ideale Konzentration | 0,1 % bis 10 % Probe nach Gewicht |
| Präparationsmethode | Lockeres/mäßiges Packen (kein Pressen von Pellets) |
| Referenzhintergrund | Reines Verdünnungsmittelpulver (z. B. reines KBr) |
| Hauptvorteil | Hochwertige Spektren mit minimalem Aufwand |
Verbessern Sie Ihre Materialanalyse mit KINTEK
Sind Sie bereit, Ihren Spektroskopie-Workflow zu optimieren? KINTEK ist spezialisiert auf Hochleistungs-Laborgeräte und Verbrauchsmaterialien, die auf Präzision und Effizienz ausgelegt sind. Egal, ob Sie hochreines KBr-Pulver, spezielle Zerkleinerungs- und Mahlsysteme für eine gleichmäßige Probenvorbereitung oder hydraulische Pressen für alternative Pellet-Methoden benötigen, wir liefern die Werkzeuge, die wissenschaftliche Exzellenz vorantreiben.
Unser umfangreiches Portfolio unterstützt vielfältige Forschungsanforderungen, darunter:
- Materialverarbeitung: Hochtemperaturöfen (Muffel, Vakuum, CVD) und Mahllösungen.
- Fortgeschrittene Chemie: Hochdruckreaktoren, Autoklaven und Elektrolysezellen.
- Probenvorbereitungs-Essentials: Keramik, Tiegel und spezielle Verbrauchsmaterialien.
Erweitern Sie die Fähigkeiten Ihres Labors noch heute. Kontaktieren Sie unsere Spezialisten, um die perfekte Lösung für Ihre Anwendung zu finden!
Ähnliche Produkte
- 1400℃ Muffelofen für Labor
- 1800℃ Muffelofen für Labor
- 1700℃ Muffelofen für Labor
- Labor-Muffelofen-Bodenhub-Muffelofen
- Hochdruck-Labor-Vakuumröhrentiegelofen Quarzrohr-Ofen
Andere fragen auch
- Wie wird der Aschegehalt in einem Muffelofen bestimmt? Beherrschen Sie die Methode der gravimetrischen Analyse
- Zu welchem Zweck wird ein programmierbarer Temperatur-Wärmebehandlungsofen beim Testen von MPCF/Al-Verbundwerkstoffen verwendet? Weltraumtests
- Was sind die Nachteile eines Muffelofens? Die Abwägung für Ihr Labor verstehen
- Was wird durch die Veraschung im Muffelofen erreicht? Ein Leitfaden zur präzisen Analyse des anorganischen Gehalts
- Was ist der Unterschied zwischen einem Muffelofen und einem normalen Ofen? Sicherstellung der Probenreinheit durch indirekte Beheizung