Wissen Was ist die Hauptfunktion eines Heizofens während der Warmwalzphase von Ti/Al3Ti? Erhöhung der Metallplastizität
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Technisches Team · Kintek Solution

Aktualisiert vor 5 Tagen

Was ist die Hauptfunktion eines Heizofens während der Warmwalzphase von Ti/Al3Ti? Erhöhung der Metallplastizität


Die Hauptfunktion des Heizofens während der Warmwalzphase von Ti/Al3Ti-Verbundwerkstoffen besteht darin, die Metallbleche auf einen präzisen Temperaturbereich von 600°C bis 650°C vorzuwärmen und diesen thermischen Zustand aufrechtzuerhalten. Diese spezifische thermische Vorbereitung ist die Voraussetzung für den mechanischen Walzprozess, der darauf abzielt, die Plastizität sowohl der Titan (Ti) als auch der Aluminium (Al) Schichten erheblich zu verbessern.

Durch die effektive Erweichung der Metallschichten erleichtert der Heizofen die "koordinierte Verformung" und stellt sicher, dass sich beide Materialien ohne Rissbildung oder Trennung während des Walzens mit hoher Reduktion gemeinsam dehnen und verdünnen.

Die Rolle des Wärmemanagements beim Warmwalzen

Verbesserung der Materialplastizität

Die grundlegende Herausforderung beim Walzen von Verbundwerkstoffen ist der natürliche Unterschied in Steifigkeit und Duktilität zwischen Titan und Aluminium.

Der Heizofen überwindet dies, indem er die Temperatur auf 600°C–650°C erhöht. In diesem spezifischen thermischen Fenster dehnen sich die Kristallgitter der Metalle aus, was ihre Streckgrenze reduziert und sie erheblich formbarer (plastischer) macht.

Sicherstellung der koordinierten Verformung

Damit ein Verbundwerkstoff seine Integrität behält, müssen sich die Schichten mit ähnlichen Geschwindigkeiten verformen.

Wenn die Materialien zu kalt sind, kann die härtere Titanschicht der Verformung widerstehen, während das weichere Aluminium nachgibt, was zu Scherspannungen an der Grenzfläche führt. Der Ofen stellt sicher, dass beide Metalle ausreichend weich sind, um eine koordinierte Verformung zu erfahren, d.h. sie dehnen sich aus und verringern ihre Dicke im Gleichklang.

Ermöglichung des Walzens mit hoher Reduktion

Der Walzprozess beinhaltet oft eine "hohe Reduktion", was bedeutet, dass die Gesamtdicke des Verbundwerkstoffs in einem oder wenigen Durchgängen drastisch reduziert wird.

Ohne die Vorwärmung durch den Ofen würde die Belastung durch die hohe Reduktion zu einer lokalisierten Verformung oder katastrophalen Rissbildung führen. Der Ofen stellt sicher, dass das Material die thermische Energie besitzt, um diese massive mechanische Energie ohne Versagen aufzunehmen.

Verständnis der Kompromisse: Heizen vs. Verbinden

Das Risiko thermischer Inkompatibilität

Es ist entscheidend, die Temperatur streng im Bereich von 600°C bis 650°C zu halten.

Wenn die Temperatur zu niedrig ist, ist die Plastizität unzureichend, was zu Rissen führt. Wenn die Temperatur zu hoch ist (nahe dem Schmelzpunkt von Aluminium, ca. 660°C), kann die Aluminiumschicht verflüssigen oder übermäßig oxidieren, was die Verbundstruktur zerstört.

Unterscheidung zwischen Heizofen und Vakuum-Warmpressen

Es ist wichtig, den Heizofen für das Walzen nicht mit dem Vakuum-Warmpressen (VHP) Ofen zu verwechseln, der oft in der früheren Verbindungsphase verwendet wird.

Wie in breiteren Verarbeitungskontexten erwähnt, wendet VHP ein hohes Vakuum (10^-3 Pa) und axialen Druck (z.B. 5 MPa) an, um die anfängliche atomare Bindung zu erzeugen. Im Gegensatz dazu ist der Heizofen zum Walzen hauptsächlich eine atmosphärische oder Schutzgas-Heizeinheit, die sich ausschließlich auf die thermische Vorbereitung für die Verformung konzentriert und nicht auf die Anwendung von Druck oder die Erzeugung der anfänglichen Diffusionsbindung.

Die richtige Wahl für Ihr Ziel treffen

  • Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf der Vermeidung von Rissen liegt: Stellen Sie sicher, dass Ihr Ofen ein gleichmäßiges Durchwärmen bei mindestens 600°C gewährleistet, um die Plastizität der Titanschicht vor dem Eintritt in die Walzen zu maximieren.
  • Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf der Gleichmäßigkeit der Schichtdicke liegt: Kontrollieren Sie streng die obere Temperaturgrenze (650°C), um zu verhindern, dass das Aluminium im Verhältnis zum Titan zu weich wird, was zu ungleichmäßiger Verdünnung führen kann.

Der Erfolg der Warmwalzphase hängt vollständig davon ab, dass der Heizofen ein thermisch stabiles, formbares Werkstück liefert, das bereit ist, intensiver mechanischer Verformung standzuhalten.

Zusammenfassungstabelle:

Merkmal Rolle beim Warmwalzen Auswirkung auf Ti/Al3Ti-Verbundwerkstoff
Temperaturbereich 600°C - 650°C Gewährleistet optimale Plastizität für Ti- und Al-Schichten.
Plastizitätserhöhung Erweicht Metallgitter Ermöglicht Walzen mit hoher Reduktion ohne Materialversagen.
Koordinierte Verformung Synchronisierte Verdünnung Verhindert Scherspannungen an der Grenzfläche und Schichttrennung.
Thermische Stabilität Gleichmäßiges Durchwärmen Eliminiert lokalisierte Verformung und katastrophale Rissbildung.

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